Apostel Vicariesmann predigte über das Bibelwort 1. Könige 19, 7: „Und der Engel des Herrn kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.“
Wie einst Elia, der nach einem großem Gotterleben angesichts der Anfeindungen gegen ihn in tiefe Verzweiflung versank und sich zurückzog, gehe es uns auch manchmal, führte der Apostel aus. Beispielsweise, wenn eine Gebetserhörung ausbleibe; „Dann kommen wir auch in Situationen, in denen wir fragen: Gott, wo bist du? Ich merke gar nicht, dass du was änderst, Gott.“ Gott ändere nicht jede Lebenssituation bei uns, sagte der Apostel, aber er stärke unseren Glauben. So, wie in diesem Bibelwort beschrieben, der Engel Elia anrührte und ihm Speise zur Stärkung reichte, rühre Gott auch uns an und stärke uns.
„Worin liegt die Stärkung, die Gott uns gibt?“, fragte der Apostel und nannte vier Elemente: Zum einen stärke Gott uns durch die Begegnung mit ihm im Gottesdienst, durch Wort und Sakrament. „Spürst du ihn jetzt im Gottesdienst? Er ist da. Spürst du, dass die Kraft des Heiligen Geistes in der Predigt wirkt? Merkst du den Finger Gottes, der in die Gemeinde hineinreicht und dich berührt, vielleicht auch ein bisschen wachrüttelt?“ Manchmal seien es nur einfache Worte, die Gedanken des Predigers etwas kantig, „aber es ist das Wort Gottes“, betonte der Apostel.
Des Weiteren stärke Gott uns, wenn wir zu ihm beten. „Dabei geht es nicht um wohlgeformte Worte. Sondern es geht darum, dass wir die Verbindung zu Gott halten.“ Wenn wir durch den Tag mit Gott gehen, liege in dieser Verbindung Kraft, die uns den Glauben stärke.
Eine weitere Kraftquelle sei die Gemeinschaft mit Bruder und Schwester in der Gemeinde. „Wir müssen unseren Glauben nicht allein leben. Darin liegt Kraft.“
Stärkung erlange man auch beim Zurückblicken auf die Wohltaten Gottes. Manchmal sei man in seiner Perspektive gefangen. „Gott sagt: Steh auf und geh mal raus aus deinem Blickwinkel und schau auf das, was ich dir Gutes getan habe.“
Evangelist Harald Jerschke, Vorsteher der Gemeinde Sarstedt, hob in seiner Co-Predigt hervor, dass Gott uns in jedem Gottesdienst Stärkung anbiete: „Nicht nur am heutigen Festtag, sondern an jedem Sonntag und an jedem Mittwoch gibt er uns die Kraft, unseren Weg weiterzugehen.“
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls ordinierte der Apostel den Diakon Eric Mattukat zum Priester. Mit dem 52-Jährigen aus Bodenwerder gibt es in der Gemeinde Holzminden nun wieder vier priesterliche Ämter.
Neuapostolische Kirche