Viele Wegbegleiter des Heimgegangenen, darunter Bezirksapostel i.R. Wilfried Klingler sowie mehrere Apostel und Bischöfe im Ruhestand, nahmen gemeinsam mit der Trauerfamilie und einer großen Trauergemeinde Abschied von einem Diener Gottes, dessen Leben Apostel Vicariesmann in einem Schreiben unter die Überschrift stellte „Dem Herrn nahe – den Menschen zugewandt“.
Als Grundlage für den Trauergottesdienst erhielt Priester Voigt durch den Apostel das Bibelwort aus Philipper 4,5:
„Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe!“
Zu Beginn des Gottesdienstes las Priester Voigt ein Grußwort von Bezirksapostel David Heynes und Apostel Ralf Vicariesmann vor, in dem diese feststellten, was wohl alle Anwesenden empfanden: Einerseits Traurigkeit, weil ein besonderer Mensch nicht mehr da ist und sein vertrauter Platz – der Vorsteher erwähnte den Platz, an dem Bischof i.R. Knigge in der Gemeinde zuletzt immer gesessen hat – leer ist. Andererseits aber auch tiefe Dankbarkeit, dass wir ihn haben durften, dass ihm nun am Ende seines Lebens ein längeres Leiden erspart geblieben ist und dass wir ihn bei Gott geborgen wissen.
In der Predigt wurde das liebevolle Wesen des heimgegangenen Bischofs in schöner Weise lebendig. Er wird überall, wo er tätig war, in besonderer Weise in Erinnerung bleiben als jemand, der wirklich „den Menschen zugewandt“ war, der seinen Glaubensbrüdern und -schwestern in vorbildlicher Demut auf Augenhöhe begegnete und der zugleich bis ins hohe Alter hinein unermüdlich für das Werk Gottes tätig war, um sich selbst und die Menschen in seiner Umgebung auf die Wiederkunft Christi vorzubereiten.
Der Bruder des Heimgegangenen, der als Priester lange mit seinem „großen Bruder“ in der Seelsorge für die hörgeschädigten Glaubensgeschwister tätig war, trug einen Lebenslauf von Rainer Knigge vor, den er gemeinsam mit den Söhnen des Bischofs zusammengetragen hatte. Darin wurden die Kindheit in der Kriegs- und Nachkriegszeit, die berufliche Laufbahn, die über den „zweiten Bildungsweg“ zum Maschinenbau-Diplomingenieur führte, die Ehe mit seiner Frau Ilse-Marie, die Familie mit den beiden Söhnen, die über vierzigjährige Amtstätigkeit in der Kirche und schließlich – nach dem Heimgang seiner Frau – die Verbindung mit seiner Lebenspartnerin Irene in den letzten acht Jahren lebendig.
Priester Voigt zitierte schließlich noch aus einem Schreiben von Apostel i.R. Edmund Stegmaier, in dem dieser den Eifer, die Weisheit und den geistlichen Tiefgang des Bischofs Knigge, aber auch seine Güte, Demut und Zugewandtheit betonte.
Priester Vogt merkte an, dass der größte Wunsch des Bischofs, bei der Wiederkunft Christi „überkleidet“ zu werden, nun zwar nicht erfüllt wurde. Und dennoch sei sein Heimgang am Himmelfahrtstag ein Wink aus dem Jenseits.
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Neuapostolische Kirche