Siehe, ich mache alles neu!

Zum ersten Mal, seit Neugründung der Gebietskirche Nord- und Ostdeutschland vor einem Jahr, besuchte Bezirksapostel Rüdiger Krause die Gemeinden Alfeld, Hildesheim und Lamspringe zusammen in Hildesheim. In seiner Begleitung waren auch Apostel Helge Mutschler und Bischof Dirk Hiddessen.

Als Grundlage für den Gottesdienst diente das Bibelwort aus Offenbarung 21, 5

„Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!“

Zu Beginn seiner Predigt ging Bezirksapostel Krause auf das vom Chor gesungene Lied ein, in dem es im Refrain heißt, „Ich bin hier Herr!“ , und erklärte dazu, dass er diesen Satz auch als Ruf aus der Ewigkeit empfunden hat. So manche Seele aus der jenseitigen Welt wird sich diesem Ruf angeschlossen haben und sagen: „Ich bin auch hier, Herr.“ Damit lenkte der Bezirksapostel den Blick auf den bevorstehenden Gottesdienst mit besonderem Gedenken für die Entschlafenen am kommenden Sonntag. Er stellte die Frage, was wir denn tun können? Und gab direkt als Antwort darauf: „Wir können beten!“ Auch wenn das manchmal zu wenig erscheint und wir es gewohnt sind, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Wir können keine Seele erlösen. Das ist Sache des Herrn! Aber wir können mithelfen und den Seelen in der jenseitigen Welt Mut machen und zeigen, dass sie nicht vergessen sind und ihnen Denjenigen zeigen, der unser Erlöser ist.

Wirf dein Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat

Bezirksapostel Krause beschrieb, dass ihn dieses Wort aus dem Hebräerbrief besonders beschäftigt habe an diesem Morgen. Wir haben einen großartigen Gott, der an alle denkt und der für jeden da ist. Besonders für die, die ihn gerade besonders brauchen, die vielleicht schon länger um konkrete Hilfe beten, wo der Zweifel kommt. Ist denn der Liebe Gott nur für andere da? Wir wünschen uns schnelle Lösungen. Die Menschen mussten Jahrtausende warten, bis der Sohn Gottes kam, seit über zweitausend Jahren warten sie auf die Wiederkunft. Werft doch euer Vertrauen nicht weg. Der Herr verlässt dich nicht. Haben wir Geduld, es hat eine große Belohnung.

Siehe, ich mache alles neu.

Anschließend ging der Bezirksapostel auf das Bibelwort für den Gottesdienst ein. Alles, was der große Gott getan hat, war neu. Es wurde auf den Sohn Gottes, den Messias, bereits lange vorher hingewiesen. Und doch war es neu. Er war anders, als man sich das vorgestellt hat. Er war Mensch. Er predigt in Vollmacht. Das war anders, als das, was man kannte. "Kreuzigt ihn", war die Antwort der Menschen. Und dann ist er auferstanden. Auch das war neu. Sowas kannte man vorher nicht. Danach kam die Himmelfahrt. Das kannte man vielleicht schon etwas von Elia und Hennoch. Aber nicht so, wie der Sohn Gottes zum Himmel aufgefahren ist. Und dann kam Pfingsten, die Kraft aus der Höhe. Das war auch neu. Und letztlich, die Zusage, dass er wiederkommen wird, verweist auch auf etwas, was neu sein wird. Was es so, noch nie zuvor gegeben hat. Das ist der neue Plan Gottes. Die neue Schöpfung, die der Herr baut, und an der wir mitbauen dürfen, mit unserer Liebe und an dem Ort, an dem Gott uns gestellt hat.

Prioritätensetzung im Leben

Wir haben als Menschen Verantwortung füreinander. Der Bezirksapostel berichtete, dass er kürzlich davon las, dass es den Deutschen in erster Linie darum geht, möglichst viel Geld zu verdienen. Das ist an sich erstmal nicht schlecht. Aber entscheidend ist die Prioritätensetzung. Wohin geht die Lebensausrichtung? Wohin steuerst du mit deinem Leben? Geht es in eine Ellenbogengesellschaft, oder nimmt man, auch im Beruf, Verantwortung für den Nächsten war? Das bedeutet vielleicht auch mal, etwas zurückzustecken und das Ganze im Auge zu behalten.

Das Erste ist vergangen.

Das Bibelwort für den Gottesdienst, wurde mit tollen Trostworten eingeleitet, in denen es heißt, dass Gott, bei ihnen wohnen will. Und sie, werden sein Volk sein. Gott wird abwischen, alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, kein Leid, kein Geschrei, kein Schmerz wird mehr sein. Denn, das Erste ist vergangen. Deine Trauer, deine Last, dein Leid, werden dann Vergangenheit sein und Gott ist gegenwärtig. Da hat das Böse keinen Platz mehr. Wirf dein Vertrauen nicht weg. Das Erste wird vergehen, und er wird alles neu machen.

In dem Gottesdienst wurden der Bezirksvorsteher des Kirchenbezirkes Hildesheim, Klaus Meyer und Priester Udo Staroske aus der Gemeinde Hildesheim um weitere Predigtbeiträge gebeten.

Nach der Sündenvergebung konnten 7 Seelen ( 2 Erwachsene und 5 Kinder) das Sakrament der Heiligen Versiegelung empfangen.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls für die Gemeinde und auch für die Entschlafenen, folge die Ruhesetzung des langjährigen Priesters Udo Staroske. Priester Staroske war 32 Jahre als Amtsträger in der Neuapostolischen Kirche tätig, davon 25 Jahre als Priester. Von 1993 bis 2007 war er als Gemeindevorsteher der Gemeinde Schellerten tätig. Und seit 2007 in Hildesheim als Priester. Der Bezirksapostel dankte ihm für seinen Dienst am Nächsten und auch seiner Frau, für die Unterstützung in all den Jahren.

Im Anschluss an den Gottesdienst, hatten die Gemeinde Hildesheim zu einem Gemeindebuffet eingeladen, zu dem viele liebevolle Hände etwas beigetragen hatten. Auch der Bezirksapostel, der Apostel und der Bischof blieben zu diesem Buffet und mischten sich unter die Gemeinden und boten so Gelegenheit für persönliche Gespräche.