Im Auftrag des Herrn – Jugendgottesdienst im Kino

Einen Jugendgottesdienst in etwas ungewohnter Umgebung erlebten die Jugendlichen und Jugendbetreuer der beiden Kirchenbezirke Hildesheim und Göttingen am Sonntag, den 15. Februar 2015, im Lichtspielhaus Gronau. Anschließend fand ein Jugendfilmfestival statt.

Für die Jugendlichen des Kirchenbezirkes Hildesheim ist es schon eine kleine Tradition geworden, einmal im Jahr einen Jugendgottesdienst im Kino zu erleben. In diesem Jahr war es der Wunsch, die Jugendlichen und Jugendbetreuer aus dem Kirchenbezirk Göttingen mit dazu einzuladen.

Der Bezirksjugendleiter des Kirchenbezirkes Göttingen, Evangelist Sven Mönkemeyer, hielt den mit zahlreichen Filmzitaten angereicherten Jugendgottesdienst zu dem Bibelwort:

"Als das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jünger tun, was am Sabbat nicht erlaubt ist" (Matthäus 12, 2).

Zu Beginn des Gottesdienstes ging der Evangelist darauf ein, dass es für junge neuapostolische Christen nicht üblich sei, sich im Kino zu treffen, besonders wenn man die eher kritische Ansicht der Kirche zum Kino in der Vergangenheit betrachte. Doch die Zeiten hätten sich geändert, und so habe sich auch die Ansicht zum Kino geändert.

Bereits kurz nach der Erfindung des Mediums "Film" seien Filme mit Jesus Christus als Hauptfigur oder Dokumentarfilme über das Leben des Papstes gedreht worden. Bis heute sei das Leben und Wirken Jesu Christi eines der meist verfilmten Themen in der Filmgeschichte. Das bezog der Evangelist auf das Bibelwort und erklärte, dass es auch zu Jesu Zeiten viele Gesetze und Regeln gegeben habe, die zum einen sicherlich sinnvoll und wichtig gewesen seien, zum anderen habe es aber auch Gesetze gegeben, die nicht dem Willen Gottes entsprochen hätten. Mit diesen Gesetzen habe Jesus Christus aufgeräumt und damit den Willen Gottes aufgezeigt.

Jesus habe sich den Menschen zugewandt. Das zeigten die drei folgenden Beispiele:

Frau am Jakobsbrunnen: Jesus wandte sich dieser Frau zu und bat sie, ihm etwas Wasser zu geben. Die Frau war Samariterin, und in der damaligen Zeit war es Juden nicht erlaubt, mit Samaritern zu verkehren. Jesus hat dieses Gesetz gebrochen und sich der Frau zugewandt (Johannes 4,1-42).

Der Jüngling zu Nain: Jesus begegnet einem Trauerzug. Eine Witwe musste ihren einzigen Sohn zu Grabe tragen. Das bedeutete in der damaligen Zeit für die Mutter des Verstorbenen den Verlust jeglicher sozialer Absicherung. Jesus wandte sich dieser Mutter zu und sagte zu ihr: "Weine nicht!" Dann erweckte er den verstorbenen Jüngling zum Leben. In der damaligen Zeit wurde ein solch großes Unglück, das diese Witwe erleben musste, als Folge von Sünde gesehen. Jesus verurteilte diese Witwe nicht, sondern wandte sich ihr zu und half ihr (Lukas 7,11-16).

Jesus wandte sich den Zöllnern und Sündern zu und hielt Tischgemeinschaft mit ihnen: Die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten darüber. So auch im Gleichnis vom verlorenen Schaf. Doch Jesus hielt das nicht ab, sich diesen Menschen zuzuwenden (Lukas 15, 1-7).

Jesus habe oft anders gehandelt, als es die Menschen damaliger Zeit erwartet hätten. Doch er habe stets den Willen Gottes befolgt. Das sei auch unsere Aufgabe. Denn "wir sind im Auftrag des Herrn unterwegs!" (Zitat aus dem Film "Blues Brothers"). Bei allem, was wir tun, sollten wir bedenken, ob es dem Willen Gottes entspreche und ob es nicht uns oder jemand anderem schaden könnte.

"Dumm ist der, der Dummes tut" (Filmzitat aus dem Film "Forrest Gump"): "Lassen wir Jesus Christus Bestimmer in unserem Leben sein, dann handeln wir nicht dumm", sagte der Evangelist weiter. "Freiheit ist ein wertvolles Gut. Durch Jesus Christus sind wir frei und können uns Gott direkt nahen im Gebet oder Gottesdienst und Gott ruft uns zu: Ich bin dein Vater." (Filmzitat aus "Star Wars - Das Imperium schlägt zurück") Wer Jesus Christus in sein Leben eingreifen lasse, der erfahre die Nähe und Kraft Gottes in seinem Leben. Die Predigt endete mit dem Filmzitat: "Möge diese Macht mit uns sein!" aus "Star Wars - Das Imperium schlägt zurück").-

Evangelist Henning Pawlik und Hirte Dirk Ballosch, beide aus Hildesheim, wurden um einen Predigtbeitrag gebeten.

Im Anschluss an den Gottesdienst brachten ortsansässige Lieferdienste frische Pizza für die Jugendlichen und Jugendbetreuer. Nachdem sich alle gestärkt hatten, wurden die Filme, die in die Vorauswahl gekommen waren, anhand von Trailern vorgestellt und anschließend wurde abgestimmt, welcher Film gemeinsam geschaut wurde. Frisches Popcorn und andere Leckereien sorgten für die richtige Kinoatmosphäre.

D.E.