Reli-Freizeit in Lauenstein

Ein besonderes Wochenende erlebten 13 Religionsschüler aus dem Kirchenbezirk Hildesheim vom 19. bis 21. September 2014 im Naturfreundehaus Lauenstein.

Endlich war es soweit! Für einige der 13 Religionsschüler war es das erste Mal, dass sie sich zur Freizeit der Reli-Kinder in Lauenstein versammelten. Entsprechend groß war die Anspannung und Neugier bei der Anreise. Mit wem werde ich auf einem Zimmer sein? Wird es klappen, mit meinem Wunschpartner ein Zimmer zu haben? Was werden wir alles erleben, spielen und essen? Welche Aufgaben sind zu übernehmen? Schnell lüfteten sich die Geheimnisse zur Zufriedenheit der Kinder.

Nach dem Abendessen wurden die Gruppen für die Küchenarbeit eingeteilt. Anschließend folgte eine Kennenlern-Runde, geleitet durch den Betreuernachwuchs, der aus Jugendlichen des Bezirks bestand. Spielerisch und mit viel Spaß kam man sich näher. Und schon an diesem Abend wurde manch einer mit seinem Spitznamen für die Zukunft „getauft“, zum Beispiel „Priester Folie.“

Natürlich was es spannend, über die Flure zu schleichen und den Betreuern zu entwischen, dennoch war zur Freude aller recht früh Nachtruhe eingekehrt.

Ab dem Frühstück am Samstag ergaben sich zu den Mahlzeiten besondere Augenblicke. Zeitgleich war eine Konfirmandenfreizeit der evangelischen Kirchengemeinde aus Coppenbrügge in Lauenstein anwesend. Wie selbstverständlich ergab es sich, dass gemeinsam, abwechselnd zu allen Mahlzeiten für die Speisen gedankt wurde, Auch auf ungewöhnliche Weise. Denn wer hat schon mal mit einem Flashmob für die Speise gedankt. „Es gibt ja auch noch andere Kinder, die sich mit Kirche, Gott und Jesus beschäftigen. Das kriegt man in der Schule so gar nicht mit“, äußerte sich eins unserer Kinder.

Anschließend erarbeiteten die Kinder im Workshop das Thema „Kinderkirche“. Sie suchten Antworten auf die Fragen: Wie ist es jetzt und wie wünschen sich Kinder die Kirche und den Gottesdienst?

Nach dem Mittagessen war Freizeit angesagt. Filzen, Tischtennis spielen, Looms und Twistband waren die beliebtesten Beschäftigungen. Das Wetter ließ leider auch gar nichts anderes zu. Schnell verging der Nachmittag, und schon war es an der Zeit, den Raum für den Kindergottesdienst herzurichten. Die am Nachmittag hergestellten kleinen Kunstwerke, wie Wichtel, Tierchen, Nikoläuse und Fantasiefigürchen wurden in den Altarschmuck integriert.

Am Sonntagmorgen war dann frühzeitiges Wecken angesagt, um alle Arbeiten, wie Betten abziehen, Sachen packen oder ausfegen noch vor dem Frühstück zu erledigen.

Bezirksevangelist Bernd Malner traf zum Kindergottesdienst ein und stellte das Bibelwort Matthäus 5, 9 in den Mittelpunkt:

„Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heißen.“

Bewegende Augenblicke, insbesondere auch für die Kinder, waren das Gebet für den Frieden im Gottesdienst, denn es war Weltgebetstag für den Frieden, sowie eine Abendmahlsfeier in einer bisher selten erlebten friedvollen Atmosphäre.

Nach dem Mittagessen gaben die Kinder und Betreuer, wiederum geleitet durch den Betreuernachwuchs, spielerisch ihr Feedback über die gemeinsame Zeit. Alle Stationen und Erlebnisse des Wochenendes wurden in Erinnerung gerufen.

Das Resümee der Betreuer stellte den Kindern ein ganz großes Lob aus. Keine Zusammenkunft dieser Art war jemals so geprägt vom friedvollen und umsichtigen Umgang miteinander und füreinander. Friedvoll war es, friedvoll ist es, friedvoll soll es bleiben.

D. M.