Religionsunterricht mal anders

Einen spannenden und lehrreichen Ausflug erlebten die Reli-Kinder und einige große "Reli-Geschwister“ aus dem Kirchenbezirk Hildesheim. In Köln besuchten sie die nachgebaute Arche Noah.

Evangelist Werner Kessler aus Holzminden und seine Frau Andrea hatten in ihrem Urlaub die fast naturgetreu nachgebaute Arche Noah in Köln besichtigt. Begeistert von der Ausstellung hatten sie die Idee, Reli-Unterricht der anderen Art anzubieten.

Am Samstag, 8. September 2012, ging es um 7 Uhr mit dem Bus los nach Köln. Anfangs noch etwas müde vom frühen Aufstehen wurde es immer lauter im Bus, je näher man dem Ziel kam. Ein kleiner Frühstückssnack vom Bäckerbruder Rainer Mattukat versüßte die Fahrt, konnte aber die Frage „Wie lange dauert es noch?“ nicht unterdrücken. Nach vier Stunden war das Ziel erreicht.

Dann hieß es: aussteigen, durchzählen, aufstellen und eintreten in die biblische Geschichte, staunen, wie Noah und seine Familie mit allen Tieren auf engstem Raum lebten. Die Kinder bekamen ein klares Bild von Begebenheiten des Alten Testaments, von Adam und Eva im Paradies, von Kain und Abel, Abrahams Geschichte und Josefs „Karriere“, über Mose im Weidenkorb, beim Empfang der Gebote, von Simsons Frauengeschichten, von David und Goliath bis Salomos Leben und Untergang - all das wurde in zerbrochenen Spiegeln dargestellt. Die Bilder vom Neuen Testament beeindruckten mit der Darstellung von Jesu Geburt, seiner Kreuzigung und seiner Auferstehung. Eifrig entdeckten die Kinder alle Darstellungen, rätselten hier und da, um den Fragebogen auch richtig auszufüllen und freuten sich über die vielen naturgetreuen Tiere aus Stoff. Nach so vielen Entdeckungen trugen sie sich ins Gästebuch ein. Dann wurde die Heimreise angetreten.

„Wir haben aber Hunger! Gibt es etwas zu essen?“, fragten die Kinder. Und schon fuhr Busfahrer Arthur zum Picknick-Platz. Würstchen, Salate, Mettklöße, Schnitzel, Hähnchenteile, Brotaufstrich, Kuchen, Snacks, Fingerfood - die Auswahl war einfach gigantisch und für jedes Leckermäulchen war etwas dabei. Geschafft von den Strapazen des langen Tages und mit gut gefülltem Bauch wurde es dann recht ruhig auf der Heimreise im Bus.

Während den großen Reli-Schülern die Augen zufielen, vertrieben sich die jungen die Zeit mit Spielchen, Singen und Naschen. Um 19 Uhr wieder daheim fand ein großes Abschiedszeremoniell statt. „Nun kann ich das alles viel besser verstehen“, resümierte eines der Kinder.

Biblische Geschichte sehen, fühlen, tasten, Unbekanntes entdecken und sich an fast Vergessenes erinnern, sind gigantische Erlebnisse, die lange in Erinnerung bleiben werden.

D.M.