Konfirmandenfreizeit in Lauenstein

Auch in diesem Jahr fand die Konfirmandenfreizeit für den Kirchenbezirk Hildesheim wieder in Lauenstein statt.

Am Freitag, 7. September 2012, trafen die Konfirmanden mit ihren Lehrerinnen und Lehrern sowie drei jugendlichen Betreuern ein.

Nachdem die Zimmer bezogen waren, fand auch gleich das erste Treffen im Gruppenraum statt. Hier lagen einige Postkarten auf dem Boden. Zwei jugendliche Betreuer mit Juleica-Ausbildung erklärten dazu, dass jeder Teilnehmer sich von diesen Postkarten ein Bild aussuchen kann mit dem Gedanken "Was hat mich in dieser Woche bewegt, gefreut, belastet, traurig gemacht?“. Nachdem jeder Teilnehmer sich ein Bild ausgesucht hatte, erklärte er der Gruppe, warum er gerade dieses Bild genommen hat. Diese Methode verhalf den Anwesenden, sich einmal mit sich selbst zu beschäftigen oder auch wahrzunehmen, wie es den anderen Mitgliedern dieser Gruppe geht.

Gegen 18 Uhr gab es Abendessen, das, wie bereits in den Vorjahren, sehr appetitlich war. Nach dem Abendessen war die Gelegenheit für Gespräche und gemeinsame Spiele. Eines der Spiele war der Gordische Knoten, bei dem man aufpassen musste, dass sich die Arme nicht zu sehr verdrehten. Der Abend endete mit einem gemeinsamen Abendgebet und ab 22 Uhr war Nachtruhe angesagt, was nicht bedeutete, dass alle schon schliefen ...

Nach dem Frühstück am Samstagmorgen wurden zwei Themen behandelt. Zunächst gab es ein Rollenspiel zum Thema "Der verlorene Sohn“. Einer der Konfirmandenlehrer gab eine kleine Einleitung zu diesem Thema. Anschließend wurde über die Bedeutung des Gleichnisses gesprochen. Jeder bekam eine Rolle. Es gab den Vater, Bruder, Bauer Heinrich, die Freunde, eine Sprecherin, Diener und natürlich den verlorenen Sohn. Ein weiterer Konfirmandenlehrer gab bei den einzelnen Rollen Hilfestellung und spielte auch selbst mit. Die Konfirmanden hatten viel Spaß an den Darbietungen und möchten dieses Stück gern den Eltern in der letzten Konfirmandenstunde vorspielen.

Nach diesem Rollenspiel wurde das zweite Thema vorgestellt: „Was ich schon immer einmal wissen wollte“. Hier hatten die Konfirmanden die Gelegenheit, sich Fragen über für sie unklare Begriffe, zum Beispiel Gottesdienstabläufe, Bibelstellen oder welche Aufgaben die einzelnen Amtsträger haben, aufzuschreiben. Die Fragen sollten dann am Nachmittag dem Bezirksältesten Klaus Meyer gestellt und mit ihm besprochen werden. Es wurde ein schöner Gesprächskreis mit vielen Fragen, und der Bezirksälteste hatte viel Zeit mitgebracht, um alle Fragen zu beantworten. Im Anschluss wurde ein Gruppenbild mit allen Teilnehmern der Freizeit und dem Bezirksältesten gemacht.

Die jugendlichen Betreuer hatten sich für die Konfirmanden noch etwas Besonderes ausgedacht. Sie hatten einen kleinen Film zusammengestellt mit Ausschnitten von verschiedenen Jugendaktivitäten wie zum Beispiel vom Europa-Jugendtag 2009 in Düsseldorf, vom Mitteldeutschen Jugendtag 2011 in Erfurt, von den Jugendstunden, Freizeiten und weiteren Begegnungen der Jugend. Ein kleines Plakat mit Fotos und einem Gruß der Jugend "Wir freuen uns auf Euch“ wurde ebenfalls überreicht.

Am Abend wurde der Gottesdienstraum vorbereitet. Ein Tisch wurde zum Altar, auf dem gemeinsam der Blumenschmuck gestaltet wurde. Anschließend hielt ein Konfirmandenlehrer zur Vorbereitung auf den Sonntag eine kleine Andacht, die musikalisch von einem Konfirmanden an der Orgel umrahmt wurde.

Ein Spieleabend mit dem Spiel „Activity“, bei dem man Begriffe zeichnen oder durch Pantomime darstellen musste, bereitete viel Spaß.

Am Sonntagmorgen kam Bezirksevangelist Bernd Malner zu der Freizeit und hielt den Konfirmandengottesdienst. Er diente mit dem Bibelwort Matthäus 13, 45.46:

„Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, und als er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.“

Unter anderem sagte der Bezirksevangelist dazu: "Wir wollen alles dafür tun, um in die innige Gemeinschaft mit Jesus Christus zu kommen und darin zu bleiben. Das verbürgt uns schließlich die ewige Gemeinschaft mit Gott und Jesus Christus im Himmelreich. Handeln wir wie der Kaufmann, der alles dafür gibt, die kostbare Perle zu erwerben."

Eine Konfirmandin übernahm im Gottesdienst die musikalische Begleitung des Gemeindegesangs mit der Blockflöte.

Nach dem Mittagessen hieß es Zimmer räumen. Danach trafen sich die Konfirmanden im Gruppenraum mit den Jugendlichen zum Gedankenaustausch über die Freizeit. Für jedes Negative sollten sie einen Stein in die Mitte des Kreises legen, das Positive wurde durch ein Teelicht symbolisiert. Als die Konfirmandenlehrerinnen und -lehrer dazu kamen, überwog das Positive: Nur vier Steine lagen im Kreis. Die Lehrer freuten sich sehr über diese schöne Resonanz.

Zum Abschluss hatte ein jugendlicher Betreuer noch einen schönen Gedanken. Jeder Anwesende bekam einen Zettel auf den Rücken geklebt, hier konnte jeder Teilnehmer der Freizeit gute Wünsche für den anderen aufschreiben. Diese Gedanken und Wünsche kann jeder in die kommende Zeit mitnehmen. Und wenn es einmal schwer wird oder er traurig ist, kann er einen Blick auf diesen Zettel werfen und sich an das schöne Miteinander und die Freude in der Freizeit erinnern. Vielleicht wird er dadurch wieder fröhlicher, denn: „Du bist nicht allein!“

Text: D.R. Fotos: N.R.,D.R.