"Miteinander" in die Reli-Freizeit

Um das "Miteinander" drehte sich alles bei der Reli-Freizeit der Religionsschülerinnen und -schüler aus dem Kirchenbezirk Hildesheim.

„Miteinander“ stand auf der Kaffeetasse, die der Hildesheimer Priester Peter Jerschke von einem Arbeitskollegen bekommen hatte, und schon war das Motto für die Reli-Freizeit geboren. Und dieses Motto zog sich durch die Tage und Nächte des Beisammenseins im Naturfreundehaus in Lauenstein.

Miteinander ankommen, miteinander Zimmer beziehen, Betten machen, singen, spielen, essen und vieles mehr. „Miteinander macht es einfach mehr Spaß“, stellten die Kinder bald fest und fanden sich in ihren Gruppen schnell zusammen. Gemeinsam wurden Pflichten übernommen, wie Tische eindecken, abräumen, abtrocknen - alles unter fachkundiger Einteilung und Anleitung von Andrea Kessler.

Am Freitag musste natürlich aus aktuellem Anlass das ursprüngliche Programm geändert werden: Miteinander das Fußball-EM-Spiel Deutschland gegen Griechenland zu gucken und miteinander den Sieg Deutschlands zu feiern, war natürlich ein Riesenspaß.

Am Samstag wurde in drei Arbeitsgruppen miteinander gestaltet, gesungen und gespielt. Unter der Regie von Simone Kohlhoff wurden biblische Begebenheiten aus dem Neuen Testament einstudiert. Der reiche Fischzug, die vier Freunde, die den Gelähmten zu Jesus brachten, und das letzte Abendmahl hautnah nachzuempfinden, war eine ganz neue und tiefgreifende Erfahrung für die Kinder.

Miteinander singen und texten unter dem Dirigat von der stets Noten suchenden und sortierenden Kerstin Teifke war herzerfrischend und lustig.

Die liebe „Bezirksmutti“ der Reli-Kinder, Uschi Stauch, war federführend zuständig für das Erstellen der Mottobilder der Reli-Freizeit.

Schnell war der Vormittag vorbei, und es folgte die Ortsrallye, ausgearbeitet und durchgeführt von Manuel Streicher und Björn Pönsgen, den großen Brüdern und Kumpeln der Reli-Kinder. Alternativ wurden Filzen, Armbänderbasteln, Tischtennis, Sport und Spiel auf dem Außengelände angeboten. So schnell war der Samstag vergangen und es hieß, miteinander den Kirchenraum herzurichten und den Altar zu schmücken. Dann ging es ab ins Bett.

Hirte Dirk Ballosch begeisterte die Kinder im Gottesdienst mit einprägsamen und anschaulichen Bildern rund ums Miteinander. Wenn jeder seine Gabe zum Wohle aller einsetze, werde etwas Schönes daraus. Mehl, Zucker, Butter, Eier, Hefe, Schüssel und Löffel hatten die Kinder vor dem Gottesdienst bekommen. Im Gottesdienst nach den Zutaten gefragt, kamen die Kinder schnell darauf, aus allen Zutaten einen leckeren Kuchen zu backen von dem jeder etwas hat. So ist es auch in unseren Familien und Gemeinden, in der Kirche weltweit: Wenn jeder sein Bestes gibt, dann dient das allen zum Guten. Überzeugt stimmten dann auch alle ins Lied ein: „Gut, dass wir einander haben, gut, dass wir einander sehn…“

Miteinander morgens und abends beten, miteinander Sorgen teilen, miteinander einen lebendigen und anschaulichen Kindergottesdienst erleben, miteinander Freude teilen: „Das ist schön – da möchte man gern viel länger zusammenbleiben“, meinten viele Kinder.

D.M.