Reli-Schüler besuchen Kloster

Religionsunterricht einmal anders: Die Reli-Schüler aus Holzminden, Eschershausen und Bodenwerder besuchten das Orthodoxe Dreifaltigkeitskloster in Buchhagen bei Bodenwerder. Und da gab es viel zu entdecken.

„Warum hast du denn so einen langen Bart?“ „Und warum so lange Haare?“ „Leben hier auch Frauen?“ „Ziehst du immer diesen schwarzen Rock an?“ „Warum hat der andere Mönch keine Mütze auf?“ „Was ist eine Krypta?“ Viele Fragen stellten die Reli-Kinder der Gemeinden Bodenwerder, Eschershausen und Holzminden dem Pater Simon. Sie hatten sich im Rahmen des Religionsunterrichtes am Samstag, 3. September 2011, zunächst in unserer Kirche in Bodenwerder versammelt. Nach einer kurzen Informationsstunde über das Kloster und Inhalt des Lebens als Mönch fuhren dann alle nach Buchhagen. 500 Meter Fußmarsch bergauf bei sonnigem Spätsommerwetter und schon konnte man die Mauern des Klosters sehen.

Marcel läutete die Glocke und kurze Zeit später öffnete Pater Simon die Tür. Er begrüßte die Besucher freundlich und freute sich über das Interesse der Kinder und Betreuer.

Im Innenhof des Klosters angekommen, erzählte Pater Simon von der Entstehung der Orthodoxen Kirche, der Geschichte des Klosters und den Glaubensinhalten seiner Kirche. Dann erklärte er die Bedeutung und Symbolik vieler Reliquien, die zu sehen waren.

Mit großen Augen staunten die Kinder, als Pater Simon den Tagesablauf der Mönche beschrieb. Früh um 4 Uhr von einer Glocke geweckt zu werden und dann eine Stunde lang zu beten, um anschließend einen zweistündigen Morgengottesdienst zu erleben, mittags nochmals Gottesdienst und abends schon wieder und das jeden Tag - das konnten sich die Kinder kaum vorstellen. „Deswegen gibt es auch so wenig Mönche“, erklärte Pater Simon, „aber wir erkennen darin den Weg zu Gott.“

Die Kinder nickten verständnisvoll und waren nun gespannt, was sie in der Krypta erwartete. „Dieses ist unser heiligster Ort. Deswegen bitten wir euch um Ruhe und darum, die Kleiderordnung einzuhalten. Die Mädchen bitte langen Rock und Kopftuch, die Jungen bitte lange Hose und langärmelige Hemden und alle bitte die Pantoffeln anziehen“, bat der Pater.

Auch in der Krypta gab es viel zu entdecken: Bilder an der Wand, verschiedene Bereiche, wie der Abendmahlraum und das „Heilige“. „Was ist denn hinter dem Vorhang“, fragten einige neugierig. Dahinter verbarg sich das „Allerheiligste“, das nur im Gottesdienst von einem Priester betreten werden darf.

Zum Schluss zeigte Pater Simon noch ein Modell der neuen Kirche, die gebaut werden soll und deren Fundament schon fertig ist. Gegen 17 Uhr verabschiedeten sich die Kinder und ihre Betreuer von Pater Simon, dankten ihm für die tollen Erläuterungen und dass er alle Fragen so geduldig beantwortet hat.

Anschließend stärkten sich noch alle bei einem leckeren Eis, bevor es wieder nach Hause ging.

D. M.