Lasst uns Gutes tun!

"Lasst uns Gutes tun!" – unter diesem Motto stand die dreitägige Reli-Freizeit für die Religionsschüler aus dem Kirchenbezirk Hildesheim. Einer der Höhepunkte war eine abendliche Exkursion im Ith.

"Endlich ist es soweit" – mit diesen Worten brachten einige der 26 Reli-Kinder aus dem Kirchenbezirk Hildesheim ihre Freude auf die Reli-Freizeit zum Ausdruck, als sie am Nachmittag des 17. Juni 2011 in Lauenstein ankamen und ihre Zimmer bezogen.

Fototermin für den Reli-Steckbrief, gemeinsames Abendessen, offizielle Begrüßung durch Priester Peter Jerschke, Steckbrieferstellung, Einteilung für den Küchendienst, Kennenlernspiele und dann ab ins Bett – schon war der Abend vorbei. Dachten die Betreuer, aber nicht die Kinder. Die Betreuer mussten so manches Mal ihre Schützlinge zur Ruhe "ermuntern".

Am Samstag folgten zunächst drei Unterrichtseinheiten, zu dem vom Stammapostel verkündeten Jahresmotto "Lasst uns Gutes tun!", welches auch das Motto dieser Zusammenkunft war:

Thema 1: "Wo, an wem und was kann ich Gutes tun? Ideen sammeln und konkrete Beispiele erarbeiten und nach der Freizeit wirklich umsetzen."

Thema 2: "Musikalische Vorbereitung auf den Kindergottesdienst. Lieder inspirieren, Gutes zu tun."

Thema 3: "Wer hat was und wie Gutes getan im Alten und Neuen Testament? Wie kann ich heute Gutes tun, in der Gemeinde und im Lebensumfeld?"

Danach hieß es chillen, filzen, Sport und Spiel, Freundschaftsbänder flechten oder doch lieber an der von Björn und Manuel toll organisierten Ortsrallye teilnehmen? Für jeden war etwas dabei.

"Was wird wohl die Überraschung nach dem Abendessen sein?", hörte man hier und da die Kinder leise fragen. Evangelist Werner Kessler und seine Frau Andrea zogen alle in den Bann mit der tollen Idee "Das Volk Israel in der Wüste – neuzeitlich: Reli-Kinder auf den Spuren der Israeliten am Ith." Andrea und Werner Kessler hatten mit viel Akribie eine spannende Exkursion vorbereitet. Verschiedene Stationen mit Bibellesungen, Aufgaben und Naschereien erwarteten die Kinder. Froschplage, Schlangen, Manna und Bitterwasser begegneten den Kindern auch in Form von "Haribo", Russisch Brot und Tonicwater.

Beim anschließenden Lagerfeuer setzte sich das Abenteuerfeeling fort. Das Wetter verstärkte dieses Feeling auf seine Weise. Anschließendes Duschen musste sein, bevor sich alle nochmals zum Vorbereiten des Gottesdienstraumes und gemeinsamem Abendgebet versammelten. All diese Eindrücke und Anstrengungen hinterließen ihre Spuren – unerwartet schnell wurde es still und ruhig auf den Fluren.

Schon war es Sonntag. Lautstarkes Wecken mit einem bekannten und beliebten Soundtrack aus Manuels und Björns Soundsystem, Zimmer räumen, frühstücken, nochmal schnell ein paar Runden Billard oder Tischtennis – die Sportereignisse dieses Beisammenseins – und dann versammeln zum Gottesdienst. Hirte Rainer Golembek aus Hildesheim nahm das Wort aus Lukas 15,24

"Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden"

zum Anlass, den Kindern die Bedeutung der Gleichnisse Jesu und insbesondere, das Gleichnis vom verlorenen Sohn nahe zu bringen. Er äußerte sich erstaunt und erfreut über das Wissen der Kinder und die Bereitschaft, den Gottesdienst so freudig und lebendig mitzugestalten.

Nach dem Mittagessen blieb noch Zeit für ein lustiges Konzentrationsspiel. Interessant, was so ein "Kotzendes Känguru" alles zum Vorschein bringt.

Am Ende der Reli-Freizeit stand die Erkenntnis: Gutes zu tun am Nächsten, verständnisvoll miteinander umzugehen, Frieden zu halten und Liebe zu üben schafft ein Stückchen Himmel auf Erden. Und der war die drei Tage in Lauenstein zu spüren. "Schade, dass die Zeit so schnell vergeht. Schön, dass die Zeit so schnell vergeht, so sind wir schnell wieder hier im 'Himmel in Lauenstein' oder noch besser im richtigen Himmel", lautete das Fazit eines Teilnehmers.

D.M.