Konzerte in Celle, in Höxter und in Hannover

Mit insgesamt 1.300 Besuchern voll besetzte Kirchen, dankbare und begeisterte Zuhörer und ein überaus positives Presseecho waren der Lohn für monatelanges, intensives Proben.

Mit insgesamt 1.300 Besuchern voll besetzte Kirchen, dankbare und begeisterte Zuhörer und ein überaus positives Presseecho waren der Lohn für monatelanges, intensives Proben. Das Orchester des Kirchenbezirkes Hannover und die Chöre der Kirchengemeinden Hannover-Mitte und Hannover-Limmer sowie die Solistin Juliette Schindewolf (Mezzosopran) bewiesen bei ihren drei Konzerten in Celle, Höxter und Hannover, dass auch anspruchsvolle geistliche Musik zu Herzen gehen kann.

Dirigent Sven Stagge und sein Stellvertreter Leslie Suganandarajah hatten geistliche Musik der Romantik für diese Konzertreihe ausgewählt. Dvoraks zehn "Biblischen Liedern" op. 99 für Orchester und Sologesang folgten Chorsätze von Felix Mendelssohn Bartholdy: "O Jesu Christe, wahres Licht" aus dem Oratorium "Paulus" op. 36, die Choralkantate "Verleih uns Frieden gnädiglich" und der 42. Psalm "Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser" op. 42.

250 Besucher füllten bei der Premiere am Freitag, 7. November 2003 die katholische St.-Hedwig-Kirche in Celle, wo die Musiker von einem Mitglied des Kirchenvorstands herzlich begrüßt wurden.

Einen Tag später ging es ins nordrhein-westfälische Höxter. In der voll besetzten Abteikirche des Klosters Corvey begrüßte Bezirksevangelist Klaus Meyer die Hannoveraner Musiker und die rund 350 Zuhörer. "Kirche seid ihr, sind wir", meinte Pfarrdechant Rudolf Graefenstein in seinem Grußwort. Der katholische Geistliche zitierte den 150. Psalm, in dem zum Lobe Gottes mit Hilfe der Musik aufgerufen wird, und leitete so zu dem Konzert über, das gleichzeitig einem guten Zweck diente: Die Konzertbesucher wurden um Spenden für die Renovierung des Höxteraner Nikolaikindergartens und für die Restaurierung der historischen Orgel in der Abteikirche Corvey gebeten. Insgesamt kamen 1.823,50 Euro zusammen, die der Höxteraner Gemeindevorsteher Manfred Beinlich in Kürze dem Pfarrdechanten übergeben wird. Die Pfarrgemeinden des Pastoralverbundes Höxter hatten im Vorfeld durch Plakataushänge in ihren Schaukästen und durch Ankündigungen in den Sonntagsmessen für das Benefizkonzert mitgeworben.

Auf positive Resonanz stieß der Auftritt der Hannoveraner nicht nur bei den Besuchern, sondern auch bei den Konzertkritikerinnen der beiden Lokalzeitungen. Die Neue Westfälische lobte den "gut vorbereiteten Chor, das in allen Instrumentengruppen zuverlässige Orchester und die ausgezeichnete Solistin Juliette Schindewolf", die den Zuhörern "Genuss und Erbauung" bereitet hätten. Das Westfalen-Blatt hob ebenfalls die Leistungen Juliette Schindewolfs hervor ("Es war eine Freude, der jungen Sängerin zuzuhören ..."), fand, dass der "homogen besetzte Chor" durch "differenzierte Dynamik, leuchtende Klanggebung und eine gute Artikulation" überzeugte und würdigte das dynamische und kraftvolle Spiel des Orchesters, das "aber ebenso feine Akzente im Piano setzte".

Den dritten und letzten Auftritt hatten das 45-köpfige Orchester und die 70 Sängerinnen und Sänger am Sonntag, 9. November in der evangelischen Apostelkirche in Hannover vor über 700 Zuhörern.

M. B.