Jugendfreizeit 2005 in Wernigerode

In der Woche nach Ostern erlebten ca. 170 Jugendliche mit ihren Betreuern aus den Kirchenbezirken Wolfenbüttel und Hildesheim in Wernigerode eine gemeinsame Jugendfreizeit. Wernigerode wird auch die "bunte Stadt am Harz" genannt. So bunt wie die Stadt war auch die Jugendfreizeit.

Gemeinsam mit ihren Betreuern erlebten ca. 170 junge Glaubensgeschwister aus den Kirchenbezirken Wolfenbüttel und Hildesheim vom 28. März bis 2. April 2005 in der Jugendherberge Wernigerode ihre diesjährige Jugendfreizeit. Bereits in den Tagen zuvor lag Spannung in der Luft, war die Vorfreude zu spüren.

Ostermontag war Anreise. Fast vollzählig mit "an Bord" waren auch die diesjährigen Konfirmanden. Der Montagnachmittag stand ganz im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens. Dazu hatten sich Betreuer und Jugendliche lustige Spiele ausgedacht. Einige hatten schon nach den ersten Stunden ihren Spitznamen für die Woche weg.

Die von den Jugendlichen täglich gestaltete Morgenandacht war für viele ein Muss. Trotz der frühen Uhrzeit entwickelten sich schöne Gespräche. Ganz unbedarft und ohne Scheu machten auch die Jüngeren tatkräftig mit.

Die für Dienstag geplante Wanderung zum Brocken musste wegen des schlechten Wetters kurzfristig umdisponiert werden. Mit den bereits eingekauften Fahrtickets für die Harzschmalspurbahn ging es nach Schierke und von dort zu Fuß in das Städtchen Elend. Hier konnten wir das Geburtshaus des Stammapostels Krebs zumindest von außen betrachten.

Zu den weiteren Aktivitäten dieser Woche zählte das große Fußballturnier. Natürlich wurden auch die in der Jugendherberge vorhandenen Sportanlagen gern genutzt. Tischtennis, Billard und die Kegelbahnen waren so gut wie immer belegt.

Ein Kurs für das richtige Krawatten-Binden, wo übrigens fast mehr junge Schwestern als Brüder anwesend waren, fand tollen Anklang.

Auch ein Beauty- und ein Bastelkurs wurden angeboten. Viel Freude gab es beim "Flirtkurs": Wie wirkt das, was ich tue, auf andere?

Auch Aktivitäten auf dem Gebiet der Musik gehörten zum Programm. Innerhalb kürzester Zeit wurde ein Jugendorchester mit rund 20 Instrumentalisten zusammengestellt, das - ebenso wie mehrere kleine Chöre - für den für Freitag geplanten Gottesdienst sowie für den bunten Abschlussabend übte.

Die Woche war von Freude und Gemeinschaftspflege geprägt und jeder brachte sich ein.

Höhepunkt der Jugendfreizeit war der Gottesdienst am Freitag in der Kirche Wernigerode. Geleitet wurde er von Bischof Knigge. Als Textwort diente: Psalm 115, 12: "Der Herr denkt an uns und segnet uns!"

Beim Dienen des Bischofs hatte man das Gefühl, er wäre die Woche über mit vor Ort gewesen und kenne die Sorgen und Probleme, aber auch die Freude jedes einzelnen. Ein motivierender Gottesdienst für alle! Schöne Gedanken wurden den Jugendlichen ins Herz gelegt und gaben Anlass, sich zu fragen: "Wo stehe ich und wo will ich hin?"

"Aufgaben zu übernehmen", "Sich nicht zu verstecken" und "Ein Segen für andere sein" waren unter anderem die Kernaussagen dieses Gottesdienstes.

Kurz vor dem Abendmahl sang eine junge Schwester aus Afrika ein Lied in ihrer Sprache. Das waren für die Jugendlichen bewegende Augenblicke, die sich nicht in Worte kleiden lassen.

Den Ausklang der Jugendfreizeit bildete ein bunter Abend. Von Musik mit kleinen Chören und Orchester über fliegende Kirschen mit Beinen und Theater spielen mal anders war alles vetreten.

Am nächsten Morgen war dann Abschied angesagt - leider. Das schöne gemeinsame Erleben hatte alle zusammengeschweißt. Tolle Gespräche und Anregungen, oft ein Tiefgang, von dem man selber überrascht war; füreinander da sein, sich selbst zurücknehmen, den anderen nicht nur achten, sondern wirklich das Beste für ihn wollen, Anerkennung untereinander, Verständnis für den anderen...

Beliebig könnte man diese Liste fortsetzen. All dies sind Eindrücke, die in dieser Woche gesammelt wurden und wohl mit Sicherheit eine bleibende Wirkung hinterlassen werden.

Wir freuen uns aufs nächste Jahr!

A. S.

Impressionen