Adventskonzert in Rühle

Chöre aus den Gemeinden Bodenwerder, Eschershausen, Holzminden und Höxter stimmten am 2. Advent in der evangelischen Kirche in Rühle rund 200 Konzertbesucher musikalisch auf das Weihnachtsfest ein. Ergänzt wurde das Konzertprogramm mit Lesungen aus dem Lukas-Evangelium und aus der Offenbarung Johannes. Weitere Adventskonzerte gab die Chorgemeinschaft in den neuapostolischen Kirchen in Holzminden und Eschershausen.

Unter dem Motto "Musik zum Advent" hatte die Gemeinde Bodenwerder zu einem musikalischen Nachmittag am Sonntag, dem 4. Dezember 2005 eingeladen. Veranstaltungsort war die evangelische Kirche in Rühle. Fast 200 Besucher waren der Einladung gefolgt.

Nach dem gemeinsam gesungenen Adventslied "Herbei, o ihr Gläubigen" eröffnete der Bezirksälteste Klaus Meyer die feierliche Stunde mit einem Gebet. In seinen einleitenden Worten bedankte er sich beim Kirchenvorstand für die freundliche Unterstützung, die Kirche, die für solch einen Anlass ein besonders schönes Ambiente bot, für dieses Singen nutzen zu dürfen. "Advent heißt auch, dass die Seelen vieler Menschen durch praktizierte Nächstenliebe leuchten. Der Nächste empfängt dadurch in dieser besonderen Zeit der Lichter Geborgenheit, Frieden und Freude", führte der Bezirkälteste weiter aus und untermauerte dies mit einem Gedicht:

Wir jammern über das Dunkel der Welt,
über Hoffnungslosigkeit, die uns befällt,
über Freunde, die uns nicht verstehen,
und Nachbarn, die uns übersehen.
Würde jeder von uns ein Licht in sich tragen,
die Freunde nach ihren Sorgen fragen,
den Nachbarn besuchen in seinem Leid
und den Traurigen retten aus Einsamkeit,
dann würde Licht und Güte funkeln,
der Stern von Bethlehem leuchten im Dunkeln,
die Hoffnung der Seele neue Nahrung geben
und bewusst Weihnacht erleben.
(Verfasser unbekannt)

Den musikalischen Teil eröffnete der Kinderchor mit dem Lied "Das Licht einer Kerze" und der freudigen Aufforderung des Liedes "Wacht auf und schlaft nicht mehr".
Aus den Instrumenten des fast ausschließlich aus Kindern bestehenden Flötenchores ertönten die zarten Klänge von "Amazing Grace" und "O Bethlehem du kleine Stadt", bevor die fröhliche Melodie von "Kommt, stimmet alle jubelnd ein" erklang.

Ann-Christin Linder und Denise Melching entlockten ihren Querflöten, leise untermalt von den Klängen der Pfeifenorgel, gespielt von Carmen Mattukat, die besinnliche Melodie des Liedes "Der Heiland ist geboren" aus Oberösterreich.

Es folgten abwechslungsreiche Vorträge des gemischten Chores der Gemeinden Bodenwerder, Eschershausen, Holzminden und Höxter unter der Leitung ihres Dirigenten Cornelius Brämer. "Wacht auf, ruft uns die Stimme" ermunterte der Chor die Zuhörer, bevor aus den Kehlen der 70 Sängerinnen und Sänger die Einladung "Fröhlich lasst uns Gott lobsingen" erschallte. Dieser Einladung folgten die Versammelten und stimmten gemeinsam das alte und bekannte Weihnachtslied "Stille Nacht, Heilige Nacht" an.

Nach einer Lesung der Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium erzählte der Chor mit dem Lied "O Bethlehem, du kleine" musikalisch die Geschichte der Hirten auf dem Felde, denen der Engel die frohe Kunde der Geburt Jesu brachte. In dem Lied "Gott ist die Liebe" beschrieben die Sängerinnen und Sänger in wohlklingender Harmonie die Liebe Gottes zu den Menschen. Der Frauenchor besang anschließend in dem Lied "Heilige Nacht" die sichtbar gewordene Liebe Gottes durch die Geburt seines Sohnes.

"Willkommen, Jesus Christ" erfüllte dann mächtig den Kirchenraum mit vollem Klang und erforderte den ganzen Einsatz des Chores. Dieser Choral ist Ausdruck der Sehnsucht und Bereitschaft der auf die Wiederkunft Christi wartenden Menschen.

Der Abschluss der christlichen Adventszeit sei, so Cornelius Brämer, der das Konzert auch moderierte, in der Offenbarung 22 festgehalten, aus der dann einige Verse vorgelesen wurden. Der Hinweis auf das Wohlgefühl und die Zuversicht des Menschen durch die Gemeinschaft mit Gott in dem Lied "Wenn Friede mit Gott" bildete den Abschluss der musikalischen Vorträge.

Der Bezirksälteste Meyer dankte den Mitwirkenden für ihre bewegenden und eingehenden Vorträge. Er wünschte den Zuhörern zum einen, dass die Vorträge in ihnen eine tiefe innere Freude bewirkt haben mögen. Diese Freude könne eine Quelle der Kraft und Hoffnung sein in der zukünftigen Zeit. Zum anderen wünschte er der versammelten Gemeinde, dass die Vorträge zur inneren Einkehr und Besinnung über den Inhalt des persönlichen Lebens anregen - trotz Bewegung, Rastlosig- und Schnelllebigkeit, die leider oft auch die eigentlich besinnliche Adventszeit prägen. Nach dem Schlussgebet verabschiedeten sich die Hörer mit dem gemeinsam gesungenen Weihnachtslied "O du fröhliche, o du selige...".

D.M.