Im Licht wandeln - Festgottesdienst in Hameln

"Wandeln im Licht" - unter diesem Thema stand der Festgottesdienst, den Bezirksapostel Wilfried Klingler in der Rattenfänger-Halle in Hameln hielt. Eingeladen dazu waren die Glaubensgeschwister aus dem Kirchenbezirk Hildesheim.

1.135 Glaubensgeschwister aus allen Gemeinden des Kirchenbezirks Hildesheim hatten sich am Sonntag, 8. Juli 2007, zu einem Festgottesdienst mit Bezirksapostel Wilfried Klingler in der Rattenfänger-Halle in Hameln versammelt. Begleitet wurde der Bezirksapostel von Apostel Edmund Stegmaier und Bischof Rainer Knigge.

"Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander"

- diesen Satz aus 1. Johannes 1,7 legte der Bezirksapostel seiner Predigt zugrunde. Johannes beschreibe Gott in seinem Wesen als Liebe und Licht, führte der Bezirksapostel aus. "Das bedeutet nicht, dass er mal Licht und dann wieder Liebe ist. Beides gehört zusammen. Wo die Liebe Gottes wirkt, da ist Licht." So wie sich Licht nicht mit Finsternis verbinde, gebe es auch bei Gott keine Halbheit, sondern Vollkommenheit.

Mit dem Licht, das Gott durch seinen Sohn in die Welt brachte, habe er die Möglichkeit geschaffen, dass die Herzen der Menschen erleuchtet werden. Jesus habe aber auch gesagt: "Ihr seid das Licht der Welt" (Matthäus 5,aus 14). Damit, so Bezirksapostel Klingler, sei nicht eigenes Licht gemeint. "Das Licht in uns ist Abglanz, ist Widerspiegeln göttlichen Lichtes." Schwarze und matte Flächen würden nichts zurückspiegeln, sondern nur polierte. "Eine durch das Opfer Jesu Christi gereinigte und für den Willen Gottes empfängliche Seele reflektiert göttliches Licht und bringt es dadurch in diese Welt."

Wandel im Licht bedeute auch Veränderung im Wesen bis hin zur Vollkommenheit. "Wandel im Licht heißt: Mein ganzes Leben ist durchdrungen vom göttlichen Wesen, von seiner Liebe." Dieses Wandeln im Licht sei auch Grundlage für wahre Gemeinschaft, betonte Bezirksapostel Klingler.

Im Licht würden aber auch Fehler und Schwächen sichtbar. Das sei aber kein Grund, sich aus dem Licht zurückzuziehen. Der Bezirksapostel appellierte an die Gottesdienstbesucher, auf die Fehler des Anderen mit Liebe und Güte, "vielleicht auch einmal mit einer gewissen Gelassenheit" zu blicken und den Nächsten im göttlichen Licht zu sehen.

Zum Schluss seiner Predigt äußerte Bezirksapostel Klingler den Wunsch, dass wir die Gemeinschaft so leben, wie die ersten Christen, "dass wir eine Betgemeinschaft sind, eine Gemeinschaft, in der die Jesulehre verkündigt, gepflegt und reingehalten wird und dass wir eine Abendmahlsgemeinschaft sind, die sich bewusst ist, Christus in der Mitte zu haben."

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von einem gemischten Chor mit Sängerinnen und Sängern aus dem gesamten Kirchenbezirk, vom Hildesheimer Bezirksorchester und von einem Kinderchor.

M.B.

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