Beten macht Mut und gibt Kraft

Hildesheim. Beten - wie geht das? Wie betet man überhaupt richtig? Wofür kann ich beten? Und was bewirkt ein Gebet? Um diese Fragen ging es bei einem Kindergottesdienst mit Apostel Edmund Stegmaier, zu dem sich in Hildesheim 106 Sonntagsschülerinnen und -schüler aus den Kirchenbezirken Hildesheim und Braunschweig getroffen hatten.

Schon Wochen vorher hatten sich die Kinder aus den Kirchenbezirken Hildesheim und Braunschweig in ihren Sonntagsschulstunden mit dem Thema Beten beschäftigt. Einige Kinder hatten ihre Gebetserlebnisse aufgeschrieben, andere hatten Bilder gemalt oder sogar Collagen gebastelt. Alle Werke der Kinder wurden gesammelt und in zwei wunderschönen Büchern (für jeden Kirchenbezirk gibt es eine eigene Version) mit dem Titel "Beten macht Mut und gibt Kraft" veröffentlicht. Es sind Bücher zum Malen, Ausschmücken, Bilder ansehen, Geschichten vorlesen und Rätsel raten - gemalt, erzählt und ausgedacht von den Kindern aus den Bezirken Hildesheim und Braunschweig. Zum Kindergottesdienst mit Apostel Edmund Stegmaier am Sonntag, 27. April 2008, in Hildesheim wurden die Bilder, Collagen und Texte der Kinder im Eingangsbereich der Kirche ausgestellt. Und nach dem Gottesdienst bekam jedes Kind ein Buchexemplar geschenkt.

Das Thema Beten stand natürlich auch im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Apostel Stegmaier hatte dafür als Textwort einen Satz gewählt, den Jesus in seiner Bergpredigt den Menschen ans Herz gelegt hatte:

"Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten" (Matthäus, 6,6).

"Wer hat heute schon gebetet?", fragte der Apostel die Kinder zu Beginn seiner Predigt. Und fast alle Mädchen und Jungen hoben sofort die Arme. "Wir brauchen uns zum Beten natürlich nicht in unser Zimmer einzuschließen", stellte der Apostel klar, als er auf das Textwort einging. "Schließen sollten wir aber unsere Augen, damit wir beim Beten nicht umherschauen, sondern ganz still in unserem Herzen werden". "Am besten beginnt man ein Gebet mit dem Danken", riet der Apostel und zählte auf, wofür wir dem lieben Gott danken können: dass wir atmen können, dass wir sehen und hören können, dass wir Hände und Finger haben, mit denen wir etwas machen können, dass wir Füße haben, mit denen wir überall hingehen können, dass wir Eltern, Großeltern und Freunde haben, dass wir satt zu essen und zu trinken haben. "Natürlich", sagte der Apostel, "dürfen wir dem lieben Gott auch sagen, wenn uns etwas bedrückt. Wenn wir Schmerzen haben oder krank sind, wenn wir Sorgen in der Schule haben oder andere Menschen zu uns unfreundlich sind".

Schließlich gab der Apostel den Kindern noch einen weiteren Gebets-Tipp: "Betet immer, dass der liebe Gott euch eine schöne Seele gibt, indem ihr nett und freundlich zu anderen seid. Dann kann der Herr Jesus, wenn er wiederkommt, sagen: "Du hast eine schöne Seele!"

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst, in dem auch Bischof Rainer Knigge und Bezirksältester Jürgen Friedemann (Braunschweig) durch Predigtbeiträge mitwirkten, vom Orchester des Bezirks Hildesheim und vom Chor, den alle Kinder aus den beiden Bezirken bildeten.

M.B.

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