Neujahrsempfang der Gemeinde Hameln

Ein anspruchsvolles Musikprogramm, ein Vortrag von Bezirksapostel Wilfried Klingler und Grußworte der Stadt Hameln sowie der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen standen im Mittelpunkt des 3. Neujahrsempfangs, zu dem die neuapostolische Kirchengemeinde Hameln Geschwister und Vertreter des öffentlichen Lebens eingeladen hatte. Der Neujahrsempfang wurde auch zum Anlass genommen, der Hamelner Tafel Sachspenden zu überreichen, die die Geschwister seit der Adventszeit gesammelt hatten.

Zu ihrem nunmehr dritten Neujahrsempfang hatte die Gemeinde Hameln am Montag, 12. Januar 2009, eingeladen. Ein recht anspruchsvolles Musikprogramm umrahmte die Feierstunde, in deren Mittelpunkt ein Vortrag von Bezirksapostel Wilfried Klingler stand.

Mit sehr herzlichen Grußworten überbrachten die Bürgermeisterin Ina Loth die besten Wünsche der Stadt Hameln und Pastor i. R. Herbert Diekmann die Segenswünsche und -grüße der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Hameln (ACKH). Durch die Mitgliedschaft (Gaststatus) und die Mitarbeit in diesem Gremium tritt die neuapostolische Gemeinde Hameln immer mehr an die Öffentlichkeit. Sie wird nach Pastor Diekmanns Worten wahrgenommen "als eine der zwar kleineren Kirchen, die jedoch mit großer Kraft viel bewirken kann beim gemeinsamen öffentlichen Zeugnis für den Glauben an den dreieinigen Gott."

Dieses öffentliche Zeugnis fand sich auch im Vortrag des Bezirksapostels wieder. Er ging ein auf die offene, missionierende Gemeinde, von der in der Vision 2010 die Rede ist: offen sein für die Menschen, reden über den Glauben. Mit dem Gleichnis Jesu vom reichen Kornbauern zeigte der Bezirksapostel die Konsequenzen falscher, in diesem Fall auch egoistischer Betrachtungsweisen auf. Nicht das Sammeln und Ernten und der daraus resultierende Reichtum sei etwas grundsätzlich Verwerfliches. Erst die Meinung, nun ausgesorgt zu haben, kennzeichne einen schwerwiegenden Irrtum ("Du Narr"), denn einen geistlichen Reichtum hatte der Kornbauer ebenso völlig außer acht gelassen wie die Sorge um das Wohl des Nächsten. In diesem Zusammenhang verwies der Bezirksapostel auf tätige Nächstenliebe, wie sie Jesus in dem Bild der Bedürftigen darstellt und das in der Feststellung gipfelt: "Was ihr einem meiner Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan". Mit dem Erleben der wunderbaren Vermehrung des Wenigen (Brot und Fische) durch den göttlichen Segen und dem Auftrag Jesu an die Jünger: "Teilt es aus!" bezog sich der Bezirksapostel auf die Grundlagen christlicher Nächstenliebe und christlichen Handelns. Neben der Sorge um Seelen müsse uns auch die Bedürftigkeit unserer Mitmenschen berühren.

Damit war eine Brücke gebaut zu einem weiteren Höhepunkt der Veranstaltung:Schon seit der Adventszeit des vergangenen Jahres waren die Geschwister zu einer Spendenaktion für die Hamelner Tafel aufgerufen. Das Ergebnis war überwältigend, was auch der Vorsitzende der Hamelner Tafel, Wolfgang Asche, besonders betonte. Im Eingangsbereich des Kirchengebäudes stapelten sich die Sachspenden, insbesondere Konserven und lang haltbare Lebensmittel, die am nächsten Tag mit einem Lkw zur Ausgabestelle der Hamelner Tafel abtransportiert wurden. "Mit dieser Menge können wir die rund 1.300 Bedürftigen mindestens eine Woche lang an den vier Ausgabetagen versorgen", so Wolfgang Asche dankbar. Besonders freute er sich über das breite Sortiment der Spenden, das von Mehl und Tomatenmark bis zu Cornflakes, Knödeln und Sonnenblumenöl reichte.

Unter der Überschrift "Würstchen, Cornflakes und mehr für mindestens eine Woche / Mitglieder der Neuapostolischen Kirche sammelten für die Tafel" berichtete auch die in Hameln erscheinende "Deister-Weser-Zeitung" in Wort und Bild über den Neujahrsempfang und die Spendenübergabe.

Die vielen teilnehmenden Geschwister, Apostel Edmund Stegmaier, Bischof Rainer Knigge, Bezirksältester Klaus Meyer sowie die Repräsentanten des öffentlichen Lebens nutzten anschließend die Gelegenheit zu einem zwanglosen Beisammensein und regen Gedankenaustausch.

Ein sehr reichhaltiges, schmackhaftes Bufett, gespendet von Geschwistern, die in Hameln mehrere Hotels und Gastronomiebetriebe führen, rundete diesen eindrucksvollen Abend ab.

D.H./Fotos: A.P./Birgit Sterner (DWZ)

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