Adventssingen der Bodenwerderaner Chöre

Das Adventssingen der Bodenwerderaner Chöre ist inzwischen eine lieb gewordene Tradition geworden, die in der Klosterkirche Kemnade auch diesmal vor vollem Haus fortgesetzt werden konnte. Mehr als 350 Zuhörer erfreuten sich an Kompositionen von Bach, Händel und Mozart. Dazwischen gab es weihnachtliche Folklore aus Tirol, Böhmen und Lothringen.

Das Adventssingen der Chöre aus Bodenwerder und Kemnade am 3. Advent, diesmal unter der organisatorischen Leitung der neuapostolischen Kirchengemeinde Bodenwerder, erklang in der Klosterkirche St. Marien in Kemnade wieder einmal mit reichlich Vielfalt. Nicht nur die Musik, auch die im Kerzenschein erstrahlte Klosterkirche stimmte auf das Weihnachtsfest ein. Ebenso ist es Tradition, dass die Zuhörer durch den Hausherrn, die evangelische Kirchengemeinde, begrüßt werden. "Die lieb gewordene Einrichtung am dritten Advent soll friedlich und fröhlich auf das Weihnachtsfest einstimmen", so Edda Heye vom Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bodenwerder-Kemnade.

Zwölf Chöre und Instrumentalensembles präsentierten ein anspruchsvolles Programm. Zum Schluss des mit viel Beifall bedachten Konzerts sangen Zuhörer und Chöre gemeinsam "Herbei, o ihr Gläubigen" von Friedrich Heinrich Ranke.

Passend zum Advent, als Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten, begann Kantorin Christiane Klein den frühen Abend an der Kirchenorgel mit einem Klassiker "Nun komm, der Heiden Heiland" von Martin Luther. Dann folgten der gemischte Chor der neuapostolischen Kirchengemeinde Bodenwerder unter der Leitung von Sonja Bonhage und die Kinderkantorei mit ihrer Dirigentin Christiane Klein.

Das Vocal-Ensemble der Münchhausen-Musikschule unter dem Dirigat von Rie Endo-Weißkamp schloss sich unter anderem mit "Singt Gloria" von Händel an und überließ nach einem "Gruß dem wahren Leib, geboren von Maria, der Jungfrau" aus Mozarts "Ave Verum Corpus" den Altarraum dem Instrumentalensemble der neuapostolischen Kirchengemeinde. Das brachte unter der Leitung von Carmen Mattukat "Hosianna in excelsis" und "Fröhliche Weihnacht" zu Gehör.

Der Chor der katholischen Kirchengemeinde mit ihrer Leiterin Andranik Simonyan ließ "Heil'ge Nacht" und "Wieder naht der heil´ge Stern" erklingen. Dann präsentierte der MGV von 1871 Bodenwerder mit Uwe Klingeberg "Weihnachtsglocken" und "... denn es ist Weihnachtszeit".

"Friedlich soll Weihnachten werden", war die Botschaft der Delegation der katholischen Kirchengemeinde, die mit Kirchenvorstandsmitglied Walter Reinecke an der Spitze das Bethlehemer Friedenslicht aus der Sangerhäuser Herz-Jesu-Kirche in die Klosterkirche trugen.

Während die Kerze die Kanzel erhellte, ging es auch gleich weiter: Christiane Klein rief das Blockflötenensemble St. Nicolai und die Kantorei Bodenwerder zum Vortrag. Dem schloss sich der MGV Harmonia Kemnade zusammen mit dem Frauenchor Pegestorf, geleitet von Martina Sudhoff-Werner an. Die Stadtpfeyfferey Bodenwerder folgte.

Den Abschluss bildeten die Chöre der gastgebenden Neuapostolischen Kirche. Der gemischte Chor, wieder unter Führung von Sonja Bonhage, sang "Süßer die Glocken" und "Gott sei Dank". Danach erfreute der Frauenchor mit "Oh du mein Trost". Carmen Böker leitete den Kinder- und Jugendchor, der die Zuhörer mit "Song of peace" und "Donna nobis pacem" begeisterte.

Bischof Rainer Knigge von der Neuapostolischen Kirche verabschiedete alle Anwesenden in seinem Schlusswort mit dem Wunsch, dass es Weihnachten in allen Herzen hell werden möge, durch den Frieden, den Jesus gebracht hat. Der werde auch dort erlebbar, wo sich Menschen erfreuen und helfen. Zuvor dankte er allen Akteuren und Helfern, die diesen besinnlichen Abend gestaltet hatten. Einen besonderen Applaus forderte er für die Kinder ein, die mit ihren Beiträgen besondere Gefühle und Erinnerungen in den Herzen geweckt hatten.

Der Spendenerlös des Adventssingens soll direkt der Musik zugute kommen - als Unterstützung für die Münchhausen-Musikschule in Bodenwerder.

D.M.

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