"Ich singe dir mit Herz und Mund"

Ein gemeinsames Konzert unter dem Motto "Ich singe dir mit Herz und Mund" gaben die Musikgruppen der neuapostolischen Kirchengemeinde Bodenwerder und die befreundeten Chöre der katholischen Pfarrgemeinde Bodenwerder sowie des MGV von 1871. Aus Platzgründen wurde das Konzert in der Nachbargemeinde Eschershausen veranstaltet.

Unter dem Motto "Ich singe dir mit Herz und Mund" stand ein Konzert am Sonntag, 17. Mai 2009, zu dem die Musikgruppen der neuapostolischen Kirchengemeinde Bodenwerder eingeladen hatten. Aus Platzgründen wurde das Konzert in der Nachbargemeinde Eschershausen veranstaltet. Mitstreiter des Konzerts waren die befreundeten Chöre der katholischen Kirchengemeinde Bodenwerder und des MGV von 1871 Bodenwerder.

Nachdem Bezirksevangelist Bernd Malner mit herzlichen und zum Nachdenken anregenden Worten die Teilnehmer und Musiker begrüßt hatte, erhoben sich alle zum Gebet.

Alle Musiker vereint, eröffneten sodann unter der Leitung von Sonja Bonhage das Konzert mit dem Lied "Ich singe dir mit Herz und Mund".

Der gemischte Chor der neuapostolischen Kirchengemeinde Bodenwerder mit der Dirigentin Sonja Bonhage brachte, begleitet von Simon Bökers an der Orgel, "Wir treten zum Beten" machtvoll zum Klingen. Es folgte der vierstimmige Choral "Preis und Anbetung".

"Durch Musik bringen wir Gott Anbetung, Preis und Dank in schönster Weise entgegen. Als eine dem Menschen von Gott geschenkte Gabe bereichert die Musik das Leben. Sie stimuliert das Gemüt, bewirkt Freude, inneren Frieden und Ausgeglichenheit und stärkt das Gemeinschaftsgefühl", so Priester Daniel Mattukat, der das Konzert moderierte.

Andranik Simonyan bat seine Sängerinnen und Sänger vom Chor der katholischen Kirchengemeinde vor den Altar. Das ruhige und harmonische "Hab' Erbarmen" erklang, gefolgt von dem rhythmischen, mit Klavierbegleitung vorgetragenen "Sanctus, Sanctus" und dem vertonten 121. Psalm "Der Herr behüte dich" von Carsten Groß. Die Auswahl der Lieder und die Interpretation trafen ins Herz der Zuhörer.

Der MGV von 1871 Bodenwerder unter der Führung von Uwe Klingenberg erfreute die Zuhörer mit "Frühlingserwachen", weckte heimatliche Gefühle mit "Arcobaleno" und besang die Güte Gottes mit dem aus den Psalmen stammenden "Herr, deine Güte reicht so weit". Die Zuhörer spürten auch hier, wie bei allen Vorträgen, dass das Motto des Konzerts nicht nur ein Versprechen oder Angebot war, sondern von den Akteuren verinnerlicht, nun endlich seinen Ausdruck finden konnte.

Das Instrumentalensemble der neuapostolischen Kirchengemeinde Bodenwerder unter der Leitung von Carmen Mattukat spielte gekonnt "Gott hab vor Augen". Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Geschwisterpaar Moritz (10) und Liesa Mattukat (12): "So jung und schon so gut auf der Geige spielen können, erfreut besonders", meinten Besucher nach dem Konzert.

"Selig sind, die das Wort Gottes hören", lautete die von Gina und Michelle Melching, Simon Böker und Sebastian Melhorn gekonnt gesungene Botschaft, begleitet von Carmen Böker an der Orgel und im Wechsel mit dem Instrumentalensemble vorgetragen.

Fröhlich sang der Kinder- und Jugendchor der neuapostolischen Kirchengemeinde Bodenwerder unter der Dirigentin Carmen Böker "Willst du stets glücklich sein" und "Komm, sag es allen weiter". Die Freude der Kinder und Jugendlichen sprang förmlich auf die Zuhörer über.

"Wie arm wäre eine Welt ohne Musik und Gesang! Singen und Musizieren sind elementare Lebensäußerungen des Menschen. Mit diesen Tätigkeiten verwirklicht der Mensch vom Schöpfer empfangene Gaben. Musikalische Betätigung kann Gemeinschaft fördern, kann helfen, Spannungen abzubauen und Gefühle zu äußern und dadurch ein hohes Maß an Ausgeglichenheit und Befriedigung verschaffen. Musik schafft Lebensqualität! Musik und Gesang leisten aber noch viel mehr: Sie vermögen auch Glaubensqualität zu schaffen", sagte Moderator Daniel Mattukat und zitierte Martin Luther: "So sie's nicht singen, glauben sie's nicht’". Ein Lied könne Trost, Hoffnung und Zuversicht dem Traurigen und Verzagten spenden, ein Psalm einem Unsicheren Sicherheit geben. Durch das Vereinen von Gefühl und rationalem Gehalt verschaffe ein Lied dem Gläubigen oft erst das Ausdrucksvermögen, Gott zu loben. Oder wie Luther meinte: "Die Stimme ist die Seele des Wortes."

Mit dem Kanon "Für euch streitet Gott, der Herr", den vierstimmigen Sätzen "Du bist mein Ziel, mein Gott" und "Gott liebt jeden einzelnen" setzte der gemischte Chor der neuapostolischen Kirchengemeinde den Höhepunkt des Konzerts.

Noch einmal vereinten sich alle Musiker in dem machtvoll vorgetragenen Wunsch "Klinge Lied, lange nach", dirigiert von Uwe Klingenberg und am Klavier begleitet von Andranik Simonyan.

Bezirksevangelist Malner fand Worte des Lobes und Dankes für die Akteure. "Das Wort 'Ehrensache' sei in den Medien oft zu hören, wir haben gespürt, dass das den Akteuren dieses Konzerts nicht reichte, es war ihnen eine Herzenssache, Freude zu schenken, und das ist mehr als gelungen."

D.M.

Fotogalerie